Hodenkrebs
Anlässlich des „Movember“, dem Monat zur Sensibilisierung für die Gesundheit von Männern, haben wir als monatliches Gesundheitsthema Hodenkrebs gewählt. Diese Krebsart ist relativ selten, tritt jedoch in westlichen Ländern immer häufiger auf.
Was sind die Risikofaktoren? Was sind die Symptome? Wie wird die Diagnose gestellt? Wir erklären Ihnen alles.
Hodenkrebs: Allgemeines
Der November ist ein Monat, der der Sensibilisierung für Männerkrankheiten wie Prostata- und Hodenkrebs gewidmet ist, aber auch der Prävention von psychischen Erkrankungen und Suizid bei Männern durch die „Movember“-Kampagne. Aus diesem Anlass haben wir Hodenkrebs zum Thema des Monats gewählt.
Hodenkrebs ist relativ selten, da er weniger als 2 % aller Krebserkrankungen bei Männern ausmacht. In westlichen Ländern tritt er jedoch immer häufiger auf. In Luxemburg werden jedes Jahr etwa zwanzig neue Fälle diagnostiziert.
Es handelt sich um eine Krebsart, die junge Männer betrifft: 85 % der Fälle werden bei Männern zwischen 15 und 35 Jahren diagnostiziert.
Durch eine monatliche Selbstuntersuchung können diese Krebserkrankungen frühzeitig erkannt werden. Die Prognose ist sehr gut, da die heutigen Behandlungsmethoden in mehr als 98 % der Fälle eine Heilung ermöglichen.
Welche Risikofaktoren gibt es für Hodenkrebs?
Das Risiko, an Hodenkrebs zu erkranken, steigt, wenn der Hoden in der Kindheit nicht in den Hodensack (oder die Hoden) herabgestiegen ist. Dieses Phänomen wird als Kryptorchismus bezeichnet. Diese Fehlbildung tritt häufig auf, da sie 3 bis 4 % der neugeborenen Jungen betrifft. Es ist möglich, Kinder zu operieren, um die Hoden an ihren Platz zu „senken“. Sechs von zehn Krebsfällen scheinen nach Kryptorchismus aufzutreten.
Ein weiterer Faktor, der Hodenkrebs begünstigt, ist die Hodenatrophie (sehr kleine Hoden), die insbesondere nach Mumps auftritt. Hodenanomalien, Infektionen oder Traumata des Hodensacks in der Vorgeschichte scheinen mit einem höheren Risiko für Hodentumoren verbunden zu sein.
Hodenkrebs betrifft meist nur einen Hoden. Es besteht jedoch das Risiko, dass auch der andere Hoden von Krebs befallen wird.
85 % der Fälle werden zwischen dem 15. und 35. Lebensjahr diagnostiziert.
Klinische Anzeichen und Früherkennung
Was sind die klinischen Anzeichen für Hodenkrebs?
Die Symptome sind wenig spezifisch. In der Regel entdeckt der Patient selbst eine Schwellung an einem Hoden. Der Krebs kann auch zufällig bei einer ärztlichen Untersuchung oder einer Unfruchtbarkeitsuntersuchung entdeckt werden, da der Hodentumor die Ursache dafür sein kann.
Meistens tastet der Patient selbst eine schmerzlose, harte Schwellung, die das Volumen des Hodensacks vergrößert. Ein Gefühl von Schwere oder Unbehagen im Hodensack ist selten, kann aber auftreten. Ungewöhnliche Müdigkeit und Gewichtsverlust sind ebenfalls mögliche Anzeichen. Eine Spannung in den Brüsten ist sehr selten, aber möglich.
Eine Untersuchung einmal im Monat wird empfohlen.
Prävention ist möglich, indem der Patient selbst einmal im Monat nach dem Duschen, wenn die Hoden weicher sind, eine Untersuchung durchführt, und zwar bereits ab dem Jugendalter.
Vor einem Spiegel sollte der Patient seine Hoden sanft zwischen Daumen und Zeigefinger rollen, um nach einer Beule oder einer abnormalen Masse zu suchen. Die Hoden sollten glatt und eiförmig sein.
Bei frühzeitiger Erkennung hat Hodenkrebs eine sehr gute Prognose.
Bei jeder Anomalie sollte ein Arzt konsultiert werden.
Zusätzliche Untersuchungen und Behandlung
Zur Bestätigung der Diagnose sind zusätzliche Untersuchungen erforderlich.
Diese basieren auf bildgebenden Verfahren und biologischen Analysen. Bei Hodenkrebs spricht man von einer Skrotalultraschalluntersuchung, d. h. die Sonde des Geräts wird auf den Hodensack aufgesetzt, um die Hoden zu untersuchen.
Diese schmerzfreie bildgebende Untersuchung ermöglicht es, die verdächtige Masse sichtbar zu machen und ihre Größe zu messen. Wenn der Verdacht auf Krebs durch den Ultraschall bestätigt wird, wird die Untersuchung durch die Bestimmung verschiedener Tumormarker (α-Fetoprotein, Gesamt-hCG und LDH) ergänzt, deren Werte mit dem Fortschreiten des Tumors korrelieren.
Bitte beachten Sie, dass ein Patient durchaus erhöhte Markerwerte aufweisen kann, ohne an Krebs zu leiden, und umgekehrt. Der Arzt stützt sich
bei seiner Diagnose auf alle diese Faktoren.
Im weiteren Verlauf der Behandlung ermöglicht ihre Bestimmung die Kontrolle der Wirksamkeit der Behandlungen und die Erkennung eines Rückfalls.
Die Analyse der bei der Entfernung des Hodens entnommenen Zellen (anatomopathologische Untersuchung) ermöglicht es, die Diagnose eindeutig zu bestätigen und die Merkmale des Hodenkrebses zu präzisieren.
Die Entfernung des betroffenen Hodens durch einen chirurgischen Eingriff (Orchidektomie) ist unabhängig von der Art des Tumors die erste Behandlungsmaßnahme. Bei der Operation werden der Hoden, in dem sich der Tumor entwickelt hat, und das umliegende Gewebe, in das er möglicherweise gestreut hat, entfernt.
Ergänzende Behandlungen (Chemotherapie, Strahlentherapie, Lymphknotenentfernung) können ebenfalls erforderlich sein, entweder allein oder in Kombination.
In bestimmten Fällen kann nach der Entfernung des Hodens eine aktive Überwachung erfolgen.
Es ist möglich, eine Hodenprothese einzusetzen.
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