Die Nieren
Wissen Sie wirklich alles über Ihre Nieren?
Die Nieren sind für unsere Gesundheit unverzichtbar. Als echte Reinigungs-, Recycling- und Produktionsfabrik arbeiten sie rund um die Uhr, sieben Tage die Woche.
Zwischen 7 und 10 % der Bevölkerung leiden an einer chronischen Nierenerkrankung, und ein Teil dieser Patienten entwickelt eine sogenannte terminale Niereninsuffizienz. Die Nieren verdienen es daher, dass wir ihnen ein wenig Aufmerksamkeit schenken und sie vor allem schonen!
Die Niere – eine echte Reinigungs-, Recycling- und Produktionsfabrik
Wissen Sie, was Ihre Nieren leisten? Sie stehen zwar nicht wirklich im Rampenlicht der Medien, doch diese kleinen, etwa zehn Zentimeter großen Organe sind für unsere Gesundheit unverzichtbar. Als wahre Reinigungs-, Recycling- und Produktionsfabriken arbeiten sie rund um die Uhr, sieben Tage die Woche. Zwischen 7 und 10 % der Bevölkerung leiden an einer chronischen Nierenerkrankung, und ein Teil dieser Patienten entwickelt eine sogenannte terminale Niereninsuffizienz. Die Nieren verdienen es also, dass wir ihnen ein wenig Aufmerksamkeit schenken und vor allem, dass wir sie schonen!
Wozu dienen die Nieren?
Dank eines beeindruckenden Netzwerks von Blutgefäßen reinigen die Nieren täglich das gesamte Blut 300 Mal, was einer Menge von 1800 Litern entspricht! Die Abfallstoffe werden über den Urin ausgeschieden und die nützlichen Moleküle vom Blut wieder aufgenommen. Die Nieren regulieren die Wassermenge im Körper, indem sie sich an unsere Bedürfnisse (Hitze, Sport…) anpassen, und überprüfen, ob die Konzentration der Mineralstoffe (z. B. Natrium, Kalium und Phosphor) ausreichend ist, damit unser gesamter Körper richtig funktioniert.
Darüber hinaus scheiden die Nieren verschiedene Hormone aus, wie Renin, das an der Regulierung des Blutdrucks beteiligt ist, Erythropoetin, das berühmte EPO, das die Produktion roter Blutkörperchen anregt, und Calcitriol, die aktive Form von Vitamin D, das den Kalziumstoffwechsel im Körper reguliert. Eine echte Fabrik!
Wenn der Filter jedoch nicht mehr oder zumindest nicht mehr so gut funktioniert, sammeln sich Stoffwechselabfälle (Harnsäure, Harnstoff, Kreatinin) im Blut an. Die Hormonsynthese wird gestört und es kommt zum Beginn einer Niereninsuffizienz. Anfangs verspürt man keine Schmerzen (außer bei Nierensteinen), fühlt sich jedoch unwohl, müde, manchmal übel und appetitlos. Es können auch Ödeme auftreten, also Wasseransammlungen im Gewebe.
Ursachen für Nierenfunktionsstörungen
Von akutem Nierenversagen spricht man, wenn die Nieren plötzlich und in erheblichem Maße nicht mehr in der Lage sind, Abfallstoffe auszuscheiden. Meistens ist dies auf eine schwere Infektion, starke Dehydrierung, ein Hindernis, das die Ausscheidung von Urin behindert (Prostata, Tumor, Stein usw.), oder auf die Einwirkung von für die Nieren toxischen Substanzen (z. B. Pflanzen, Medikamente oder Produkte für die radiologische Diagnostik) zurückzuführen. Bei rechtzeitiger Behandlung ist eine akute Niereninsuffizienz in der Regel reversibel.
Chronisches Nierenversagen ist immer die Folge einer Erkrankung, die die Nierenfunktion zunehmend beeinträchtigt. In Luxemburg sind die beiden Hauptursachen für chronisches Nierenversagen Typ-1- oder Typ-2-Diabetes und Bluthochdruck. Beide Erkrankungen schädigen die kleinen Blutgefäße, die die Nierenzellen mit Blut versorgen, welche für die Ausscheidung von Wasser und Stoffwechselabfällen zuständig sind. Ohne Sauerstoff sterben diese Zellen ab und ihre Anzahl nimmt allmählich ab, wodurch die Gesamtfilterkapazität der Nieren verringert wird.
Übergewicht und Rauchen erhöhen ebenso das Risiko einer chronischen Niereninsuffizienz wie andere Erkrankungen (z. B. Autoimmunerkrankungen, polyzystische Nierenerkrankungen oder wiederholte Harnwegsinfektionen (Pyelonephritis)).
Schließlich kann chronische Niereninsuffizienz in bestimmten Fällen mit der langfristigen Einnahme von nierentoxischen Medikamenten zusammenhängen, beispielsweise bestimmten Chemotherapien gegen Krebs, bestimmten Antibiotika, bestimmten Medikamenten gegen Bluthochdruck sowie Lithium.
Wie können Sie feststellen, ob Ihre Nieren gesund sind?
Das ist oft das Problem: Eine erkrankte Niere verursacht fast keine Symptome! Kranke Nieren schmerzen nicht. Klinische Anzeichen treten erst auf, wenn die Nieren bereits stark geschädigt sind, und sind absolut unspezifisch. Daher ist eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung besonders für Risikopatienten wichtig.
Wer ist von Nierenversagen bedroht?
Bestimmte Krankheiten bergen das Risiko, zu einer chronischen Niereninsuffizienz zu führen:
- Diabetes
- Bluthochdruck
- Herz-Kreislauf-Probleme oder Herzinsuffizienz
- Alter > 60 Jahre
- Adipositas
- Rauchen
- Nierensteine, Dialyse oder Nierentransplantation
- Urologische Erkrankungen (Fehlbildungen, wiederholte Pyelonephritis usw.)
- Autoimmunerkrankungen
- Exposition gegenüber nierentoxischen Medikamenten (NSAR, Chemotherapien usw.)
Es ist unerlässlich, die Empfehlungen Ihres behandelnden Arztes genau zu befolgen.
Wann sollte man an eine Niereninsuffizienz denken?
- Ungewöhnliche Müdigkeit bei Anstrengung;
- Häufiger Harndrang;
- Dunkler, trüber, schaumiger oder spärlicher Urin;
- Übelkeit, Erbrechen, Appetit- und Gewichtsverlust;
- Muskelkrämpfe, Unruhe in den Beinen;
- Schwellungen an Füßen, Knöcheln und Beinen;
- Anhaltender Juckreiz;
- Schlechter Geschmack im Mund und Mundgeruch;
- Schlafstörungen und Tagesmüdigkeit.
All diese Anzeichen sind nicht spezifisch. Es ist notwendig, den Rat Ihres Arztes einzuholen.
Wie kann man feststellen, ob man an Niereninsuffizienz leidet?
Die Diagnose einer Niereninsuffizienz erfordert einfache biologische Analysen.
Im Blut wird der sogenannte Kreatininwert gemessen. Dabei handelt es sich um einen Abfallstoff, der beim Abbau von Muskelkreatin entsteht und über den Urin ausgeschieden wird. Je höher der Kreatininwert, desto schlechter funktionieren die Nieren.
Außerdem wird die glomeruläre Filtrationsrate (GFR) nach den Formeln MDRD und CPK-EPI geschätzt.
Die Kreatinin-Clearance (Formel von Cockroft und Gault) wird anhand des gesamten 24-Stunden-Urinvolumens geschätzt und erfordert die Angabe des Gewichts.
Im Urin wird nach Proteinen gesucht. Wenn eine Niere weniger gut funktioniert, lässt sie diese Proteine durch, die dann im Urin zu finden sind.
Die Untersuchung auf Nierenschäden erfolgt anhand eines Urinstreifentests an einer Urinprobe, mit dem das Vorhandensein von Proteinen, roten und weißen Blutkörperchen festgestellt werden kann. Aber nur eine Laboranalyse ermöglicht die Bestimmung der Proteinmenge, insbesondere eines großen Proteins namens Albumin.
Wenn Sie zu einer Risikogruppe gehören, wird Ihr Arzt Ihnen regelmäßig diese Untersuchungen zur Feststellung einer Niereninsuffizienz verschreiben. Vernachlässigen Sie diese nicht!
Wie kann man seine Nieren schützen?
Ihre Nieren zu schützen ist ganz einfach! Sie müssen einen guten Blutdruck und einen normalen Blutzuckerspiegel (Glykämie) haben. Ein weiterer einfacher Tipp: Trinken Sie täglich zwischen 1 und 1,5 Liter Wasser, das reicht völlig aus. Mit dem Rauchen aufzuhören, sich regelmäßig körperlich zu betätigen und sich ausgewogen zu ernähren, trägt ebenfalls dazu bei, Ihre Nieren und Ihre allgemeine Gesundheit zu schützen.
Wie wird Niereninsuffizienz behandelt, wenn die Erkrankung rechtzeitig erkannt wird?
Die Behandlung einer chronischen Niereninsuffizienz hängt vom Schweregrad der Erkrankung ab. Wenn die Nieren noch in der Lage sind, Stoffwechselabfälle auszuscheiden, basiert die Behandlung auf der Behandlung der zugrunde liegenden Erkrankung (Diabetes, Bluthochdruck, Fettleibigkeit usw.), auf Ernährungs- und Lebensstilmaßnahmen sowie auf der Verschreibung bestimmter Medikamente.
Welche Ratschläge sollte man befolgen?
- Essen Sie wenig Salz, um keinen Bluthochdruck zu entwickeln. Das bedeutet, dass Sie nur begrenzt verarbeitete Lebensmittel konsumieren sollten, die in der Regel reich an Salz sind.
- Begrenzen Sie den Konsum von schnell verfügbaren Zuckern, um das Diabetesrisiko zu senken.
- Schränken Sie den Verzehr von tierischen Proteinen ein, die zu Harnstoff und Harnsäure verstoffwechselt werden, um die Nieren zu entlasten.
- Es ist besser, sich ausgewogen zu ernähren, mit viel frischem Obst und Gemüse. Je nach Grad der Niereninsuffizienz wird Ihr Arzt Ihnen jedoch möglicherweise raten, kaliumreiche Früchte wie Bananen, Aprikosen oder Pflaumen zu meiden.
- Trinken Sie regelmäßig, um Dehydrierung und die Bildung von Harnsteinen zu vermeiden.
- Treiben Sie regelmäßig Sport, um nicht übergewichtig zu werden.
- Natürlich sollten Sie nicht rauchen, da die im Zigarettenrauch enthaltenen Substanzen sehr schädlich für die Blutgefäße und damit auch für die Nieren sind.
- Schließlich sollten Sie bei der Einnahme von Medikamenten vorsichtig sein, da einige davon schädlich für die Nieren sind, insbesondere nichtsteroidale Entzündungshemmer in hoher Dosierung oder bei längerer Einnahme, wie Ibuprofen oder Diclofenac.
Wenn die Nierenfunktion um 85 % reduziert ist, ist eine Dialyse oder eine Nierentransplantation erforderlich, um die Ansammlung von Giftstoffen und ein Ungleichgewicht der Mineralstoffe zu vermeiden.
Es ist sehr wichtig, dass Sie die Empfehlungen Ihres Arztes zur Behandlung und Nachsorge genau befolgen.
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