Diabetes: Symptome, Diagnose und Prävention
Jeder Monat hat sein eigenes Thema: Im November informieren wir Sie über Diabetes.
Der 14. November ist der Internationale Tag für Diabetes: eine Gelegenheit, mehr über diese chronische Krankheit zu erfahren, von der Millionen Menschen weltweit betroffen sind.
Einige allgemeine Informationen zu Diabetes
Diabetes in Zahlen
Diabetes ist eine chronische Erkrankung, die durch einen erhöhten Blutzuckerspiegel (Glykämie) gekennzeichnet ist.
Nach Angaben der International Diabetes Federation (IDF) sind weltweit mehr als 500 Millionen Erwachsene davon betroffen.
In Luxemburg leiden etwa 6 % der Bevölkerung an Diabetes, wobei es sich überwiegend um Typ-2-Diabetes handelt (Quelle: CHL.lu).
„Die“ Diabetesarten
Es gibt zwei Haupttypen von Diabetes.
Typ-1-Diabetes betrifft vor allem Kinder und Jugendliche, kann aber auch später im Erwachsenenalter auftreten. Die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse werden durch vom Körper selbst gebildete Antikörper zerstört: Man spricht von einer Autoimmunerkrankung. Insulin, das normalerweise den Blutzuckerspiegel reguliert, wird nicht mehr oder nur noch in geringen Mengen produziert.
Typ-2-Diabetes ist die häufigste Form und macht 80 bis 90 % aller Diabetesfälle aus. Sie betrifft vor allem Erwachsene, insbesondere über 40-Jährige. Sie hängt entweder mit einer unzureichenden Insulinproduktion oder einer Insulinresistenz zusammen. Es gibt verschiedene Risikofaktoren: Bewegungsmangel (wenig körperliche Aktivität), unausgewogene Ernährung und genetische Veranlagung (familiäre Vorbelastung).
Häufige Symptome
- Extreme, ungewöhnliche Müdigkeit, Schläfrigkeit
- Starkes Durstgefühl
- Häufiger Harndrang
- Ständiges Hungergefühl
- Unbeabsichtigter und plötzlicher Gewichtsverlust
- Sehstörungen
Bei Patienten mit Typ-1-Diabetes treten die Symptome in der Regel plötzlich auf, bei Patienten mit Typ-2-Diabetes hingegen eher schleichend (die Symptome können erst nach mehreren Jahren festgestellt werden).
Langfristige Komplikationen
Wenn Diabetes nicht richtig behandelt wird, kann er zu Gefäßschäden führen, die Auswirkungen auf viele Organe haben:
- Das Herz: Herzinfarkt, Schlaganfall;
- Augen: Retinopathien, die zu einem vollständigen Verlust des Sehvermögens führen können;
- Nerven: insbesondere in den Beinen, was zu einem Verlust der Sensibilität, einem Gefühl von Schwere und Schwäche führt, wodurch die Patienten anfällig für Infektionen (Geschwüre, Druckgeschwüre) werden;
- Nieren: Niereninsuffizienz
Diabetes diagnostizieren
Die Blutzuckermessung
Die Diagnose wird von einem Arzt anhand der Blutzuckermessung gestellt.
Diabetes (Typ 1 oder Typ 2) liegt vor, wenn:
- Der Nüchternblutzuckerwert zweimal ≥ 1,26 g/l beträgt
- Der Blutzucker ≥ 2 g/l zu einem beliebigen Zeitpunkt des Tages mit Anzeichen einer Hyperglykämie ist.
Nach der Diagnosestellung ist zur Nachsorge die Bestimmung des HbA1c-Wertes (auch glykiertes Hämoglobin genannt) erforderlich: Dieser Wert spiegelt den Blutzuckerspiegel der letzten 4 Monate wider.
Der Fall von Typ-1-Diabetes
Bei Typ-1-Diabetes wird ebenfalls nach Autoantikörpern gesucht, die für die Insulinmangelzustände verantwortlich sind:
- Antikörper gegen die Langerhans-Inseln (ICA)
- Anti-GAD-Antikörper
- Antikörper gegen IA2
- Anti-Insulin-Antikörper
- Anti-Zn-T-8-Antikörper
Die Überwachung der Komplikationen muss regelmäßig in Ihrem Labor durchgeführt werden und umfasst:
- Lipidprofil: Cholesterin, Triglyceride-C, LDL, HDL-C
- Nieren- und Urinuntersuchung: Kreatinin, Harnstoff, Mikroalbuminurie
Für Ihre Analysen wenden Sie sich bitte an das nächstgelegene Ketterthill-Zentrum.
Alle diese Untersuchungen können in Ihrem medizinischen Labor durchgeführt werden. Das Labor Ketterthill verfügt über eine eigene Abteilung für Immunopathologie, das LLIP (Luxemburger Labor für Immunopathologie), in dem spezielle Analysen wie die Suche nach Autoantikörpern bei Typ-1-Diabetes durchgeführt werden.
Zusätzliche Untersuchungen
Weitere Untersuchungen können erforderlich sein: EKG, eventuell mit Belastungstest, augenärztliche Untersuchung, Doppler-Ultraschall der unteren Extremitäten, Termin beim Podologen, Termin beim Ernährungsberater.
Diabetes: Prävention und Behandlung
Typ-1- und Typ-2-Diabetes erfordern unterschiedliche Behandlungen und Betreuungsmaßnahmen.
Behandlung von Typ-1-Diabetes
Patienten mit Typ-1-Diabetes produzieren kein Insulin mehr. Die Behandlung basiert daher auf täglichen subkutanen Insulininjektionen und einer regelmäßigen Überwachung des Blutzuckerspiegels.
Unsere Tipps für eine gute Gesundheit
Hier sind einige Tipps für beide Diabetes-Typen, um den Blutzuckerspiegel zu kontrollieren und gesund zu bleiben:
- Eine ausgewogene Ernährung: mediterran, reich an Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und mageren Proteinen, arm an zugesetztem Zucker, Alkohol und verarbeiteten Lebensmitteln
- Regelmäßige körperliche Aktivität mit mindestens 2,5 Stunden moderater Bewegung pro Woche: Radfahren, Wandern, Schwimmen usw.
- Ausreichende Flüssigkeitszufuhr: mindestens 1,5 l Wasser pro Tag, wobei zuckerhaltige Getränke eingeschränkt werden sollten
- Kontrollierter Blutzuckerspiegel: So können Sie Ihre Ernährung und Ihre Behandlungen bei starken Schwankungen anpassen.
- Richtige Einnahme von Medikamenten: Halten Sie sich an die ärztlichen Verschreibungen und insbesondere an die Dosierungsanweisungen. Verwenden Sie gegebenenfalls Pillendosen, um die orale Einnahme zu organisieren und Ihnen die Verwaltung der Einnahme zu erleichtern.
- Gesunde Füße: Überprüfen Sie Ihre Füße regelmäßig auf Verletzungen oder mögliche Infektionen.
- Regelmäßige Arztbesuche: Durch regelmäßige medizinische Kontrollen kann die Behandlung angepasst und mögliche Komplikationen überwacht werden.
Behandlung von Typ-2-Diabetes
Typ-2-Diabetes hingegen ist oft eng mit einer ungesunden Lebensweise verbunden. Bei diesen Patienten können die Behandlungen antidiabetische Medikamente umfassen, die dem Körper helfen, Insulin zu verwerten oder mehr Insulin zu produzieren. In einigen Fällen sind Insulininjektionen erforderlich.
Die Luxemburger Diabetesgesellschaft
In Luxemburg ist die ALD (Luxemburgische Diabetesvereinigung) ein gemeinnütziger Verein, der eine wichtige Rolle im Alltag von Diabetespatienten spielt. Zu den Aufgaben der ALD gehören die Verteidigung der Patientenrechte, die Aufklärung über die Krankheit und die Förderung der Prävention und Früherkennung. Der Verein steht allen offen, die von Diabetes betroffen sind, seien es Patienten, Angehörige oder Angehörige der Gesundheitsberufe.
Er wurde 2003 gegründet und bietet einen einladenden Rahmen für Patienten und ihr Umfeld. Er bietet verschiedene Dienstleistungen an, wie Informationen und Dokumentationsmaterial zum Umgang mit Diabetes sowie Freizeitaktivitäten. Die ALD veröffentlicht außerdem eine vierteljährliche Zeitschrift, stellt Materialien zur Selbstkontrolle und Informationsbroschüren zur Verfügung und unterhält eine Bibliothek zum Thema Diabetes. Diese umfassende Unterstützung zielt darauf ab, die Lebensqualität der Patienten zu verbessern und sie bei der Bewältigung ihrer Krankheit zu begleiten (https://www.ald.lu/fr).
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